Marmarameer, Nebenmeer in der Türkei
Das Marmarameer ist ein Binnenmeer zwischen dem Bosporus im Osten und den Dardanellen im Westen, das die europäische und die asiatische Küste Istanbuls voneinander trennt. Die Küstenlinie wird von mehreren größeren Städten wie Bursa und Kocaeli geprägt, während im Wasser selbst mehrere bewohnte Inseln liegen.
Die Insel Marmara gab dem Meer ihren Namen wegen der Marmorbrüche, die seit der Antike Baumaterial für Städte rund um das Mittelmeer lieferten. Das Gewässer selbst war über Jahrhunderte eine zentrale Handelsroute zwischen dem Schwarzen Meer und dem Ägäischen Meer.
Die Küstengemeinden rund um das Marmarameer stellen dreißig Prozent der türkischen Bevölkerung und bilden ein Zentrum für Seehandel und Industrieentwicklung.
Schiffsrouten zwischen Istanbul und anderen Anrainerstädten folgen strengen Sicherheitsvorschriften, die von der türkischen Küstenwache verwaltet werden. Wer an Bord reist, sollte auf wechselnde Wetterbedingungen vorbereitet sein, da Wind und Strömungen sich schnell ändern können.
Das Gewässer besteht aus zwei verschiedenen Schichten: eine Oberflächenschicht mit niedrigerem Salzgehalt aus dem Schwarzen Meer und eine tiefere Schicht mit mediterraren Eigenschaften. Dieser Aufbau führt dazu, dass sich im Meer unterschiedliche Fischarten aus beiden Regionen begegnen.
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