Rio São Francisco, Hauptfluss im Osten Brasiliens.
Der São Francisco River fließt über 2914 Kilometer durch fünf Bundesstaaten, von den Hügeln von Minas Gerais bis zur Atlantikküste bei Aracaju. Der Fluss durchquert halbtrockene Landschaften und fruchtbare Tiefebenen, vorbei an Siedlungen, landwirtschaftlichen Gebieten und geschützten Uferzonen.
Amerigo Vespucci beobachtete den Fluss erstmals am 4. Oktober 1501 und benannte ihn nach dem Heiligen Franz von Assisi, dessen Namenstag auf dasselbe Datum fiel. Über Jahrhunderte diente das Gewässer als wichtige Verkehrsader ins Landesinnere und verband Küstenhäfen mit abgelegenen Ortschaften.
Gemeinden entlang der Ufer verkaufen handgeschnitzte Holzfiguren, sogenannte Carrancas, die früher an Bugspritten der Flussschiffe befestigt wurden, um vor Unheil zu schützen. Fischer und Fährleute pflegen noch heute diesen Brauch, indem sie kleine Schnitzereien an Bord mitführen oder an Land aufstellen.
Der Fluss speist mehrere Wasserkraftwerke, die große Teile des Nordostens mit Elektrizität versorgen und zugleich den Wasserspiegel beeinflussen. Besucher können verschiedene Abschnitte per Boot erkunden oder an Uferzonen wandern, wobei die Bedingungen je nach Jahreszeit und Staustufe variieren.
Der Abschnitt der Paulo Afonso-Fälle umfasst drei aufeinanderfolgende Wasserfälle durch Granitformationen mit einem Gesamtgefälle von 84 Metern (275 Fuß). Das Gebiet bildet eine natürliche Grenze zwischen Bundesstaaten und lockt Besucher an, die das Rauschen und die Gischt aus nächster Nähe erleben möchten.
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