Leoninische Mauer, Verteidigungsmauer in der Vatikanstadt, Italien
Die Leoninische Mauer umgibt den Vatikanhügel auf einer Länge von etwa 3 Kilometern und bildet die heutige Grenze der Vatikanstadt. Die Befestigung verfügt über mehrere Durchgänge und Türme, die noch immer große Teile des päpstlichen Territoriums einschließen.
Der Bau begann im Jahr 848 auf Befehl von Papst Leo IV., nachdem sarazenische Truppen im Jahr 846 den Petersdom geplündert hatten. Die Fertigstellung der Befestigung dauerte etwa vier Jahre und veränderte die Verteidigung der päpstlichen Residenz grundlegend.
Der Name bezieht sich auf Papst Leo IV., der den Bau der Befestigung in Auftrag gab, um den Petersdom und die umliegenden Gebäude zu schützen. Heute trennen die Mauern das souveräne Territorium der Vatikanstadt vom Rest Roms und markieren eine der kleinsten internationalen Grenzen der Welt.
Man kann die Mauer von außen beim Spaziergang entlang der Vatikanischen Gärten und an mehreren Straßen nahe der Peterskirche sehen. Der Zugang zu einigen Abschnitten ist nur im Rahmen geführter Touren der Vatikanischen Museen möglich.
Ein erhöhter Fluchtgang namens Passetto di Borgo verbindet innerhalb der Mauer den Vatikanpalast mit der Engelsburg und ermöglichte den Päpsten eine schnelle Flucht bei Gefahr. Papst Clemens VII. nutzte ihn während der Plünderung Roms im Jahr 1527.
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