Tarim, Flusssystem in Xinjiang, China
Der Tarim River ist ein Flusssystem in der Tarim-Senke, das sich über 2.327 Kilometer erstreckt und damit der längste Binnenwasserlauf Chinas ist. Er verbindet mehrere Wassersysteme in der Provinz Xinjiang miteinander.
Der Fluss wurde bereits während der Han-Dynastie dokumentiert, als der griechische Geograph Ptolemäus ihn unter dem Namen Oichardes aufzeichnete. Diese frühen Aufzeichnungen zeigen, dass das Gewässer sowohl in östlichen als auch in westlichen historischen Dokumenten präsent war.
Der Fluss trägt in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Namen und spielt eine zentrale Rolle in den lokalen Traditionen der Region. Die Uyghurische Bezeichnung Tarim Daryasi und die chinesische Bezeichnung Tarim He zeigen die kulturelle Vielfalt, die das Wasser durchwebt.
Die Temperaturen in der Nähe des Flusses können 40°C erreichen, während der jährliche Niederschlag in den Wüstengebieten durchschnittlich nur 12 Millimeter beträgt. Eine sorgfältige Wasserwirtschaft ist für die Bewirtschaftung der Landwirtschaft in dieser extremen Umgebung unerlässlich.
Bis 1899 lebten Tiger in den Regionen um den Fluss, wie aus Beobachtungen der Expedition von Sven Hedin hervorgeht. Diese großen Raubtiere sind heute völlig aus der Gegend verschwunden, was die Transformation des Ökosystems über mehr als ein Jahrhundert hinweg zeigt.
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