Tell Zurghul, Archäologische Stätte im Gouvernement Dhi Qar, Irak.
Tell Zurghul ist eine archäologische Stätte in der Provinz Dhi Qar, die sich über ein großes Gelände erstreckt und zwei unterschiedlich hohe Hügel aufweist. Die Ausgrabungen haben Schichten aus verschiedenen Perioden freigelegt, die zeigen, wie Menschen an diesem Ort über lange Zeit hinweg gelebt und gebaut haben.
Die Stätte war Teil des Stadtstaates Lagasch im dritten Jahrtausend vor Christus und beheimatete Heiligtümer, die der Göttin Nanshe gewidmet waren. Archäologische Funde dokumentieren eine lange Besiedlungsgeschichte mit verschiedenen Bauphasen, die Veränderungen in dieser Region über Jahrhunderte widerspiegeln.
Die Teams der Italienischen Archäologischen Expedition haben mehrere architektonische Schichten aus der Ubaid-Zeit freigelegt und alte Bautechniken und Lebensmuster aufgedeckt.
Der Ort ist schwer zu erreichen und liegt in einer abgelegenen Region, daher sollte man sich vor einem Besuch über die aktuelle Zugänglichkeit informieren. Die Grabungen laufen unter wissenschaftlicher Leitung, und Besucher können den Fortschritt der Ausgrabungen je nach Saison und Bedingungen beobachten.
Eine Ziegelbeschriftung eines frühen Herrschers wurde in den Schichten eines heiligen Gebäudes entdeckt und trägt wichtige Informationen über die Verwaltung der Region. Solche beschrifteten Steine sind seltene Belege für die schriftliche Kontrolle und Kommunikation in dieser antiken Gesellschaft.
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