Ebro, Flusssystem in Nordspanien
Der Ebro erstreckt sich über 910 Kilometer vom Kantabrischen Gebirge bis zum Mittelmeer und durchquert dabei Kantabrien, das Baskenland, Navarra, Aragón und Katalonien. Sein Verlauf führt durch Täler und Ebenen, vorbei an Städten wie Logroño, Zaragoza und Tortosa, bevor er in ein breites Delta mündet.
Nach dem Ersten Punischen Krieg bildete der Fluss die Grenze zwischen römischem und karthagischem Einflussgebiet auf der Iberischen Halbinsel. Diese Linie blieb bis zum Ausbruch des Zweiten Punischen Krieges bestehen und prägte die frühe Geschichte der Region.
Der Fluss gibt der Rioja-Region ihren Namen und prägt die Weinbaulandschaft entlang seines Verlaufs. Viele Ortschaften an seinen Ufern leben vom Reisanbau im Delta und von der Bewässerung traditioneller Felder.
Entlang des Flusslaufs führen regionale Straßen und Radwege durch die Täler und verbinden kleinere Orte miteinander. Mehrere Brücken erleichtern das Überqueren, während Uferwege an vielen Stellen zum Spazieren einladen.
Das Delta umfasst 340 Quadratkilometer Feuchtgebiet am Mittelmeer und bietet Bedingungen für Reisanbau und Vogelzug. Diese Mündungszone zählt zu den größten Feuchtgebieten Kataloniens und dient als Rastplatz für wandernde Arten.
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