Berlin-Wedding, Wohnbezirk im Norden Berlins, Deutschland
Wedding ist ein Stadtgebiet im Bezirk Mitte im nördlichen Berlin, das sich vom Humboldthain bis zum Plötzensee erstreckt und durch den kleinen Fluss Panke durchzogen wird. Die Gegend verbindet Altbauviertel aus der Kaiserzeit mit Nachkriegsbauten und Neubauprojekten, durchsetzt von Parks, Sportanlagen und kleinen Gewerbeflächen entlang der Hauptstraßen.
Das Gebiet entstand im 13. Jahrhundert als Gutshof des Adeligen Rudolf de Weddinge und blieb bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ländlich geprägt. Mit dem Bau der Eisenbahnlinien und der Ansiedlung von Fabriken wuchs die Bevölkerung rasant, und aus dem Dorf wurde ein dichter Arbeiterbezirk, der 1920 in das neue Groß-Berlin eingegliedert wurde.
Der Bezirk trägt seinen Namen nach dem mittelalterlichen Gutsherrn Rudolf de Weddinge, dessen Besitz die Keimzelle der späteren Siedlung bildete. In den Straßen rund um den Leopoldplatz und den Nettelbeckplatz entstanden ab den 1870er Jahren Mietshäuser für Arbeiter, deren Fassaden noch heute das Stadtbild prägen und von der engen Bebauung der Gründerzeit zeugen.
Die Gegend ist durch mehrere U-Bahn-Linien und den Ringbahn-Abschnitt gut erschlossen, sodass man schnell ins Zentrum und in andere Stadtteile kommt. Viele Geschäfte und Cafés konzentrieren sich entlang der Müllerstraße und der Badstraße, wo man auch Wochenmärkte und kleinere öffentliche Plätze findet.
An der Bernauer Straße sprangen in den ersten Wochen nach dem Mauerbau im August 1961 Bewohner aus den Fenstern ihrer Häuser, um von Ost- nach West-Berlin zu fliehen. Die Gebäude standen direkt an der Grenze, und die Türen waren bereits versperrt, sodass die Fenster der einzige Ausweg blieben.
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