Orongo, Archäologische Stätte am Vulkan Rano Kau, Rapa Nui, Chile
Orongo ist eine archäologische Siedlung mit 53 steinernen, fensterlosen Gebäuden mit grasbewachsenen Dächern, die sich am Rand des Rano-Kau-Vulkans etwa 300 m über dem Pazifik erheben. Die Bauten sind entlang der Kraterkante angeordnet und bilden ein dichtes Netzwerk aus verbundenen Kammern.
Die Siedlung entstand etwa zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert und diente bis etwa 1867 als Zentrum religiöser Zeremonien. Die Bevölkerung verließ den Ort infolge von Krankheiten und der Ausbreitung des Christentums auf der Insel.
Der Ort war Schauplatz des jährlichen Tangata-Manu-Wettbewerbs, bei dem Stammesvertreter um das erste Ei der Rußseeschwalbe von der vorgelagerten Insel Motu Nui wetteiferten. Diese Tradition prägte das religiöse Leben der Rapa-Nui-Gemeinschaft über Jahrhunderte hinweg.
Der Zugang zu den etwa 300 Petroglyphen erfolgt über eine gekennzeichnete Route durch die Mata-Ngarau-Zeremonialanlage mit ihren Kammern voller Schnitzereien von Vogelkahnmännern, Schildkröten und Meerestieren. Das Gelände ist offen zugänglich, bietet aber wenig Schatten oder Unterstand.
Die Steinhäuser haben kleine quadratische Eingänge, durch die man hineinkriechen musste, was sie während Unwetter sicher machte. Die inneren Wände sind mit weißen, roten und schwarzen Pigmentzeichnungen verziert.
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