Cosmic Background Imager, Radiointerferometer am Llano de Chajnantor Observatorium, Chile
Der Cosmic Background Imager ist ein Radiointerferometer im chilenischen Hochland der Anden, bestehend aus 13 Parabolantennen, die auf einer Höhe von 5.080 Metern aufgestellt wurden. Die Antennen arbeiteten gemeinsam als ein einziges Instrument und empfingen schwache Radiosignale aus dem All in einem Frequenzbereich zwischen 26 und 36 Gigahertz.
Das Instrument wurde 1999 in Betrieb genommen und sammelte neun Jahre lang Daten, bevor der Betrieb 2008 eingestellt wurde. In dieser Zeit lieferte es Messungen, die das Verständnis der Struktur des frühen Universums entscheidend verbesserten.
Der Name des Instruments verweist direkt auf den kosmischen Mikrowellenhintergrund, jenes schwache Leuchten, das nach dem Urknall entstand. Forschende aus mehreren Ländern arbeiteten hier zusammen, und die gewonnenen Daten wurden weltweit in der Wissenschaftsgemeinschaft genutzt.
Der Standort liegt in einer sehr großen Höhe, was die Reise dorthin anspruchsvoll macht und eine gute körperliche Vorbereitung erfordert. Die dünne Luft auf dem Plateau erleichtert den Empfang von Radiosignalen, stellt aber für jeden Besucher eine erhebliche körperliche Belastung dar.
Dieses Instrument war das erste, das eine bestimmte Art von polarisierter Strahlung aus dem frühen Universum detailliert kartierte. Die verwendeten Hochfrequenzverstärker wurden eigens für dieses Projekt entwickelt und galten damals als technologisch führend in ihrem Bereich.
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