Toconao, Andendorf in San Pedro de Atacama, Chile
Toconao ist ein Dorf in den Anden auf 2.485 Metern Höhe, das am westlichen Rand der Salzseen von Atacama liegt. Der Ort besteht aus niedrigen Adobe-Häusern mit Strohdächern, die sich um eine kleine Kirche gruppieren und im trockenen Hochland verteilt sind.
Die Kirche San Lucas wurde 1750 erbaut und zeigt die frühe spanische Siedlung in dieser Hochlandregion. Ihre Struktur mit Lehmziegeln, Steinfundamenten und dem Dach aus Kaktusmaterial stammt aus jener Kolonialzeit.
Die Handwerker des Ortes stellen aus weißem Liparitstein Skulpturen und Dekorationsgegenstände her, die aus einem nahegelegenen Steinbruch stammen, welcher der indigenen Gemeinde gehört. Diese Kunstform prägt das Bild des Platzes und zeigt die enge Verbindung zwischen den Bewohnern und ihrem Stein.
Der Ort liegt in einer extrem trockenen Gegend mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, weshalb wärmende und kühlende Kleidung empfohlen wird. Besucher sollten sich auf wenig Schatten einstellen und Wasser mitbringen, da die unmittelbare Umgebung kaum Bäume oder Schutzplätze bietet.
Die Quebrada de Jere in der Nähe zeigt Felszeichnungen aus vorspanischer Zeit und enthält eine kleine grüne Oase mit fließendem Wasser inmitten der sonst kahlen Wüste. Diese grüne Zone wirkt überraschend, da sie vom trockenen Hochland völlig umgeben ist.
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