Pukará de Quitor, Prähistorische Festung in San Pedro de Atacama, Chile
Der Pukará de Quitor ist eine Lehmstein-Befestigung, die sich über einen Berghang erstreckt und etwa 160 Baustrukturen enthält, darunter Wohngebäude, Speicher und Verteidigungsmauern. Die Anlage ist in mehrere übereinander liegende Ebenen unterteilt, die wie ein Amphitheater angeordnet sind und landwirtschaftliche Felder am Fuße integrieren.
Diese Festung wurde von den Atacameño im 12. Jahrhundert erbaut und diente Jahrhunderte lang als Zentrum ihrer Gemeinschaft. Im 16. Jahrhundert griff spanische Militärmacht unter Francisco de Aguirre die Stätte an und setzte dort Kanonen gegen tausende Atacameño ein, was ein entscheidendes Moment in der Kolonialgeschichte der Region war.
Die Atacameño-Leute verliehen dieser Stätte eine tiefe spirituelle Bedeutung, indem sie sie als Verteidigungszentrum ihrer Gemeinschaft nutzten. Heute können Besucher noch die Wohnräume und Lagerstellen sehen, die zeigen, wie die Menschen hier täglich zusammenlebten und ihre Ressourcen verwalteten.
Die Stätte liegt etwa 3 Kilometer nördlich von San Pedro de Atacama auf einer Höhe, die weite Ausblicke auf das San-Pedro-Tal und den umliegenden Fluss bietet. Der Zugang erfordert etwas Kletterei über die Felshänge, daher sind festes Schuhwerk und angemessene körperliche Fitness hilfreich.
Die Befestigung wurde aus lokalem rotlichem Gestein namens Liparita erbaut, einem Material, das in der Atacama-Region einzigartig ist und der Struktur ihre charakteristische Farbe verleiht. Diese Steinwahl war nicht zufällig, sondern zeigt, wie die Atacameño ihre lokale Umgebung gut kannten und nutzen konnten.
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