Simons Observatory, Radioteleskop und kosmisches Mikrowellenhintergrund-Experiment in der Atacama-Wüste, Chile
Das Simons Observatory ist eine astronomische Forschungsanlage in der Atacama-Wüste im Norden Chiles, bestehend aus vier Radioteleskopen auf rund 5200 Metern Höhe. Die Anlage ist darauf ausgelegt, kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung zu empfangen, also schwache Radiowellen, die aus den frühesten Momenten des Universums stammen.
Das Simons Observatory wurde in den 2010er Jahren geplant und in den frühen 2020er Jahren in Betrieb genommen, als Nachfolger früherer Experimente zur kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung in derselben Region. Es baut auf dem Wissen und der Infrastruktur mehrerer Vorgängerteleskope auf, die in der Atacama-Wüste aufgestellt wurden.
Das Simons Observatory trägt seinen Namen nach dem Simons Foundation, die das Projekt maßgeblich finanziert hat. Wer den Standort besucht, erlebt eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus Dutzenden von Ländern, die gemeinsam an denselben Daten arbeiten.
Der Standort liegt in einer extremen Höhe in einer der trockensten Regionen der Welt, was ihn für die meisten Besucher ohne besondere Genehmigung nicht zugänglich macht. Wer jedoch in der Nähe reist, sollte sich auf starke Sonneneinstrahlung, dünne Luft und rasche Temperaturschwankungen vorbereiten.
Die kleinen Teleskope der Anlage sind so konzipiert, dass sie gleichzeitig auf unterschiedliche Bereiche des Himmels ausgerichtet werden können, um ein breiteres Bild des kosmischen Hintergrunds zu erhalten. Diese Technik ermöglicht es, in kurzer Zeit wesentlich mehr Himmelsregionen abzudecken als ein einzelnes Instrument.
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