San Pedro de Atacama, Wüstenkommune in der Provinz El Loa, Chile.
San Pedro de Atacama ist eine Gemeinde im Hochland der Atacamawüste auf etwa 2450 Metern Höhe, deren Gassen größtenteils ungepflastert bleiben und deren Häuser aus sonnengetrocknetem Lehm errichtet wurden. Der Ortskern besteht aus eingeschossigen Gebäuden, die sich um eine zentrale Plaza versammeln, während die Umgebung von kargen Hängen und Salzkrusten geprägt ist.
Das Gebiet diente jahrhundertelang als Siedlung der Atacameño und fiel nach dem Salpeterkrieg 1884 von bolivianischer an chilenische Herrschaft. Die Nutzung durch verschiedene Kulturen und Nationen hinterließ Spuren in Architektur und Ortsnamen.
Das Ortsbild wird von niedrigen Lehmbauten geprägt, die sich um eine belebte Plaza de Armas gruppieren, wo sich am Abend Einheimische und Durchreisende treffen. Handwerksläden bieten Textilien und Keramik an, die oft mit Motiven der Region verziert sind.
Wer anreist, fliegt in der Regel nach Calama und fährt dann mit dem Bus weiter, wobei die Fahrt durch trockene Ebenen führt und etwa anderthalb Stunden dauert. Trinkwasser sollte mitgeführt werden, da die Höhenlage und das Klima den Körper schnell austrocknen lassen.
Das Archäologische Museum R.P. Gustavo Le Paige zeigt Mumien und Werkzeuge, die Einblick in das tägliche Leben der vorspanischen Bevölkerung geben. Viele Besucher übersehen, dass ein Teil der Exponate aus Gräbern stammt, die direkt in der näheren Umgebung freigelegt wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.