Puerto Natales, Hafenstadt in Patagonien, Chile
Puerto Natales ist eine Hafenstadt an den Ufern der Última Esperanza-Bucht, drei Meter über dem Meeresspiegel, umgeben von den Fjorden und Bergen im südlichen Patagonien. Die Straßen verlaufen parallel zur Küste, und viele Gebäude sind mit Wellblech verkleidet, das dem Wind und dem Regen standhält.
Die Ortschaft entstand 1911 als Hafen für die Schafzucht und den Export von Wolle, nachdem europäische Entdecker wie Juan Ladrillero im 16. Jahrhundert die Durchfahrten zur Magellanstraße kartiert hatten. Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zogen Hirten und Arbeiter hierher, um in den großen Estancias zu arbeiten.
Das örtliche Museum zeigt Gebrauchsgegenstände der Kawésqar und Aoniken, darunter Boote aus Baumrinde und Jagdwerkzeuge der Tehuelche aus frühen Siedlungszeiten. Einige Bewohner sprechen noch heute von den alten Geschichten der Seefahrer und Hirten, die hier im 20. Jahrhundert arbeiteten.
Der Flughafen Teniente Julio Gallardo empfängt drei Mal wöchentlich Flüge aus Santiago, und zahlreiche Hotels und Gasthäuser stehen das ganze Jahr über zur Verfügung. Die stärksten Winde wehen zwischen November und März, daher sollte man sich entsprechend kleiden.
Kleine Bauernhöfe in der Nähe produzieren trotz des rauen Klimas Gemüse und Obst in begrenztem Umfang. Einige dieser Betriebe öffnen ihre Türen für Besucher, die sich für nachhaltige Landwirtschaft in extremen Bedingungen interessieren.
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