Lago O’Higgins, Gletschersee in der Provinz Santa Cruz, Argentinien und Region Aysén, Chile
Der O'Higgins/San Martín See erstreckt sich über etwa 1.000 Quadratkilometer zwischen Argentinien und Chile und beeindruckt mit seinem charakteristischen, milchig hellblauen Wasser, das von feinem Gesteinstaub herrührt. Das Wasser entsteht durch Gletscherschmelze, die ständig Sedimente in den See spült und diese besondere Färbung erzeugt.
Britische, skandinavische und Schweizer Siedler errichteten ab dem frühen 20. Jahrhundert Schaffarmen in der Gegend des Sees und prägten die Entwicklung der Region. Diese Pioniersiedlungen legten den Grundstein für die heutigen Gemeinschaften in Südpatagonien.
Der See trägt die Namen zweier Unabhängigkeitsführer: José de San Martín aus Argentinien und Bernardo O'Higgins aus Chile, deren Vermächtnisse in dieser grenzüberschreitenden Region weiterleben. Die lokalen Gemeinschaften verbinden ihre Identität mit dieser gemeinsamen Geschichte, die beide Länder miteinander verflicht.
Der See ist mit dem Auto über Route 7 von Puerto Aysén nach Süden über Cochrane und dann über Route X-72 erreichbar, von wo aus mehrere Aussichtspunkte zugänglich sind. Das Wetter in dieser Region ist unberechenbar, daher sollte man sich auf Regen und Wind vorbereiten und angemessene Kleidung mitbringen.
Mit einer Tiefe von etwa 836 Metern ist dies das tiefste Süßwassersee der Amerikas und empfängt Wasser von zwei großen Gletschern, die kontinuierlich Schmelzwasser einbringen. Diese außergewöhnliche Tiefe ermöglicht es dem See, Temperaturen zu halten und ein besonderes Ökosystem zu beherbergen, das wenig von außen bekannt ist.
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