Oberlausitz, Historische Region im östlichen Deutschland
Die Oberlausitz ist ein historisches Gebiet im Osten Deutschlands, das sich von den Flüssen Bober und Queis im Osten bis zur Pulsnitz und Schwarzen Elster im Westen in Sachsen erstreckt und auch Teile Brandenburgs und der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen umfasst. Die sanfte hügelige Landschaft wird von zahlreichen Flüssen durchzogen, die breite Täler und fruchtbare Auen bilden, während kleine Städte und Dörfer zwischen Feldern und Wäldern verstreut liegen.
Das Gebiet unterlag im 19. Jahrhundert während der preußischen Zeit territorialen Veränderungen, wobei der nördliche Teil unter sächsischer Verwaltung blieb, während andere Abschnitte an Preußen übergingen. Diese Aufteilung wirkte sich auf die spätere Entwicklung der Infrastruktur und der regionalen Identität aus.
Die sorbische Minderheit pflegt ihre Sprache und ihre Bräuche in diesem Landstrich, was sich an zweisprachigen Ortsschildern und Hinweistafeln in vielen Gemeinden zeigt. Diese lebendige Tradition findet ihren Ausdruck in gesprochenen Dialekten, Festen und örtlichen Vereinen, die bis heute das Alltagsleben prägen.
Der Landstrich ist über den Flughafen Dresden oder regionale Zugverbindungen erreichbar, die mehrere Ortschaften beiderseits der deutsch-polnischen Grenze miteinander verbinden. Die meisten Ortschaften liegen relativ nah beieinander und lassen sich gut mit dem Auto oder Bus erkunden.
Das Lausitzer Seenland verwandelte ehemalige Kohleabbaugebiete in Erholungsflächen mit zahlreichen Seen, die heute zum Schwimmen und für Wassersport genutzt werden. Die künstlich geschaffenen Gewässer bilden mittlerweile eine der größten von Menschenhand gestalteten Seenlandschaften in Europa.
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