Provinz Yamashiro, Historische Provinz in der Kinai-Region, Japan
Yamashiro war eine Provinz in der Kinai-Region auf Honshu, die sich über das südliche Gebiet der heutigen Präfektur Kyoto erstreckte. Die Landschaft umfasste Ebenen entlang von Flüssen wie dem Katsura und dem Kamo sowie bewaldete Hügel im Norden und Osten.
Die Provinz wurde im 7. Jahrhundert gegründet und blieb jahrhundertelang Verwaltungseinheit, bis das System der Provinzen im 19. Jahrhundert aufgelöst wurde. Im Jahr 794 wurde das Gebiet zum Zentrum der kaiserlichen Macht, als die Hauptstadt Heian-kyo hier errichtet wurde.
Der Name Yamashiro änderte seine Schreibweise von »Bergzeit« zu »Bergburg«, als sich die kaiserliche Residenz hier niederließ. Diese Umbenennung spiegelt die neue politische Bedeutung wider, die das Gebiet mit der Ankunft des Hofes erhielt.
Das frühere Provinzgebiet entspricht heute größtenteils den südlichen Bezirken der Präfektur Kyoto und umfasst die Stadt Kyoto selbst. Wer die Region bereist, findet hier noch Spuren der historischen Unterteilung in Distrikte wie Otokuni, Kadono und Otagi.
Die beiden Kamo-Schreine Kamigamo und Shimogamo lagen innerhalb der Provinzgrenzen und dienten als religiöse Zentren für den kaiserlichen Hof. Beide Heiligtümer spielten eine wichtige Rolle bei Zeremonien und Festen, die den Jahreslauf des Hofes prägten.
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